Biografie von Paul Hauck
Paul Hauck wurde am 6.Juli 1882 in Rentschen, Verwaltungsbezirk Zillichau/Guben geboren. Seine Eltern waren Eduard Hauck und Ernestine, geborene Born. Paul Hauck war verheiratet mit Frieda Hauck, geb. Selzer oder Stelzer aus Zittau. Er arbeitete als Buchprüfer. Anfang April 1920 wird die Tochter Ruth-Erika in Leipzig geboren, sie gilt später, nach Einführung der Nürnberger Rassegesetze als "Mischling 1. Grades". Paul Hauck ist bis 1936 bei der Firma Porsche & Co. in der Mittelstraße und als Handelsvertreter beschäftigt.
Wie John Duneck, beantragt auch Paul Hauck eine Reiselegitimationskarte für das Jahr 1938. Diese Karte wird ihm vom Gewerbeamt Zittau verweigert. Laut einer Liste von 1942 wird Paul Hauck mit vier anderen, noch in Zittau lebenden männlichen Juden durch die Polizei verpflichtet, auf dem jüdischen Friedhof alle Eisenteile abzumontieren.
Am 11.Januar 1944 wird er im Transport „V10“ von Dresden nach Theresienstadt gebracht. In Theresienstadt dürfte er die „Stadtverschönerung“, den Besuch des Internationalen Kommitees vom Roten Kreuz und den Dreh des Propagandafilms erlebt haben. Am 28.10. 1944 wird Paul Hauck mit dem letzten Transport von Theresienstadt (EV) nach Auschwitz deportiert.
Bei diesem Transport fand die letzte Selektion statt, die am 2. November mit der Tötung durch Zyklon B endete. Der Transport EV hatte 2038 Insassen, von denen 1859 ermordet wurden. Paul Hauck war nicht unter den 171 Überlebenden des Transports.
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