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Julius und Dora Barth

Biografie von Julius und Dora Barth

König-Wilhelm-Straße 35 (Verlegung am 12.10.2017)

Julius Barth war das erste jüdische Mordopfer der NS-Diktatur in Ulm. Er wurde während der Reichspogromnacht 1938 aus dem Bett geholt, misshandelt und vorläufig eingesperrt. Danach wurde er zusammen mit weiteren männlichen Ulmer Juden ins KZ Dachau verschleppt. Dort starb er am 24. Dezember 1938. Er wurde am Ulmer jüdischen Friedhof in der Stuttgarter Straße begraben. Julius Barth, am 14.6. 1891 im badischen Flehingen geboren, ließ sich mit seinem Bruder Heinrich um 1920 in Ulm und in Giengen an der Brenz alsVieh- und Pferdehändler nieder. Er kaufte 1920 das Haus König-Wilhelmstraße 35. Dort war das Büro der Viehhandlung. Die Nazis erstickten den Viehhandel von Juden, so dass das Haus am 4. August 1934 verkauft werden musste. Er musste mit seiner Frau in eine Wohnung in der Nähe des Bahnhofs umziehen. Julius Barth hatte am 27.7. 1920 Dora, geb. Wolf aus Karlsruhe, geheiratet, die dort am 25.7. 1901 geboren worden war. Die Ehe blieb kinderlos. Nachdem ihr Mann gestorben war, gelang ihr im Oktober 1939 die Emigration in die USA. Sie arbeitete zunächst als Hausgehilfin in New York, später im Hotelfach in Florida. Am 8. März 1992 ist sie in einem Altenheim in New York verstorben.

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