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Sofie ROSENFELD

Biografie von Sofie Rosenfeld

Sofie Rosenfeld, geb. Ledermann 13.3.1864 Weiler - 13.10.1942 Theresienstadt

Sofie Rosenfeld, geb. Ledermann stammte aus Weiler, einem Stadtteil von Sinsheim, der höchstgelegenen Amtsstadt im Kraichgau.

Bereits im 14. und 15. Jahrhundert lebten Juden in Weiler. Im 18. Jahrhundert wuchs die jüdischen Gemeinden in der Gegend so stark an, dass Sinsheim 1827 zum Bezirksrabbinat wurde. Die Synagoge, deren Bau 10 Jahre gedauert hatte, steht leider nicht mehr. 1890 hatte die israelitische Gemeinde noch 150 Mitglieder, verlor aber durch Auswanderung mehr als die Hälfte ihrer Mitglieder, so dass 1933 noch etwa 70 jüdische Menschen dort lebten, von denen etwa die Hälfte noch die Auswanderung schafften, die andere Hälfte wurde im Holocaust ermordet.

Sofie Rosenfeld wurde am 13. März 1864 in Weiler geboren. 1933 lebte sie in Heilbronn, dann in Stuttgart. Am 23. August 1942 wurde sie mit dem Transport XIII/1 Nr. 290 von Stuttgart aus ins „Ghetto“ Theresienstadt deportiert. Das „Ghetto“ Theresienstadt war in Wirklichkeit ein Lager war, das der systematischen Vernichtung jüdischer Menschen durch das NS-Regime diente.

Ein Viertel der 141 184 Menschen, die in diesem Lager unter unmenschlichen Umständen festgehalten wurden, starben an der entsetzlichen Situation voll Hunger, Krankheiten und Misshandlungen. Von den 88 000 Menschen, die aus Theresienstadt in die Vernichtungslager in Auschwitz, Treblinka, Majdanek oder Sobibor deportiert wurden, überlebten nur etwa 4000 Menschen.

Sofie Rosenfeld, geb. Ledermann wurde am 13. Oktober 1942 im Alter von 78 Jahren in Theresienstadt ermordet.

Der Stolperstein für Sofie Rosenfeld am 10. Oktober 2010 von dem Kölner Künstler Gunter Demnig in der Haußmannstraße 6 verlegte worden war, kam bei Bauarbeiten abhanden. Die Stadt Stuttgart ersetzte den von der Initiative Stolpersteine Stuttgart-Ost aus Spenden finanzierte Stolperstein, so dass er am 9. Juni 2021 wieder an den Ort kam, wo Sofie Rosenfeld ihren letzten frei gewählten Wohnort hatte.

Recherche, Text: Gebhard Klehr / Gerhard Götze / Gudrun D. Greth

Nachweise:
o ITS Arolsen - Lebensdatennachweis
o Maria Zelzer „Weg und Schicksal der Stuttgarter Juden“
o Staatsarchiv Ludwigsburg FL 3300/33 I Bü 1354
o Todeserklärung online einzusehen unter www.holocaust.cz

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