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Familie Hugo Mann

Biografie von Hugo Mann, Mathilde Mann, geb. Feibelmann und Ingeburg Mann

1. Mann, Hugo
geb. 30.6.1883 in Pfiffligheim
Eheschließung am 29.1.1928 mit

2. Mann, Mathilde geb. Feibelmann
geb. 11.7.1899 in Landau

3. Mann, Ingeburg (Tochter)
geb. 2.6.1930 in Worms

Familie Hugo Mann wohnte in Worms-Pfiffligheim, Landgrafenstraße 18.
Hugo Mann entstammte einer alten Pfiffligheimer Familie. Er war der Sohn des Viehhändlers Alexander Mann und Frau Sybilla geb. Löb. Hugo Mann war zusammen mit seinem Bruder Alfred (s. Mann I) Inhaber des väterlichen Geschäfts, der Viehhandlung Alexander Mann, Söhne Landgrafenstraße 18. Die Firma betrieb auch Immobilien-Angelegenheiten. Sie war in Worms und Umgebung sehr bekannt.
Schon bald nach Beginn des Dritten Reiches drangen SA-Männer gewaltsam in Hugo Manns Wohnung ein, misshandelten ihn und schlugen ihn blutig. Auch seine Frau wurde nicht verschont, doch gelang ihr, telefonisch die Polizei herbeizurufen. Durch deren Eingreifen wurde Schlimmeres verhindert, Hugo Mann wurde in Schutzhaft genommen.
"Bin der festen Überzeugung, wenn die Gestapo nicht gekommen wäre, dass diese Bande mich mitgeschleppt hätte. Ob ich davon gekommen wäre, ist für mich eine Frage, da ich so manches hörte, was angerichtet wurde." (Brief Hugo Mann).
Hugo Manns Bruder Alfred wurde über diesen Vorfall, und weil ihm ähnliche Misshandlung angedroht worden war, sehr krank, er starb am 25.6.1933 (s. Mann I).
Beim Kristallnacht-Pogrom am 10.11.1938 wurde auch Hugo Manns Haus schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Verwüstungen waren so schlimm, dass die Familie nicht mehr hier wohnen konnte. Sie ging nach Mannheim zu den Eltern der Ehefrau. Abmeldung erfolgte am 3.12.1938.
Im Januar 1940 emigrierte Hugo Mann mit Frau und Tochter in die USA. Am 13.7.1973 starb Mathilde Mann geb. Feibelmann in Los Angeles. Hugo Mann starb am 1.9.1979.
Tochter Inge Davidson lebt in Los Angeles, sie hat zwei Töchter.

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Quellen & Impressum

Warmaisa e.V.

Warmaisa ist der alte hebräische Name für die Stadt Worms, die Raum für eine der bedeutendsten jüdischen Gemeinden bot und deshalb auch »Klein-Jerusalem« genannt wurde. Seit 2021 ist sie als SchUM-Stadt zusammen mit Mainz und Speyer offiziell immaterielles Weltkulturerbe.

Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, in Worms und in der Region die historische und gegenwärtige lebendige jüdische Kultur zu pflegen und zu fördern und den Menschen deren große Bedeutung nahezubringen.

Sehr wichtig ist uns in diesem Zusammenhang auch die Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Mainz-Worms, der Stadt Worms und anderen für unsere Arbeit relevanten Institutionen.

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