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Mathilde Rindsberg - Obere Marktstraße 16

Biografie von Mathilde Rindsberg

Mathilde Rindsberg wurde 1879 in einer Neumarkter jüdischen Familie geboren. Dort wuchs sie zusammen mit sechs Geschwistern am Oberen Markt auf. Seit Juni 1900 litt die damals 21-Jährige an einer psychischen Erkrankung und wurde zwischen März 1901 und April 1915 mehrfach in der als vorbildlich geltenden Heilanstalt Herzogshöhe bei Bayreuth behandelt. Diese war speziell auf jüdische Patienten ausgerichtet, so gab es dort beispielsweise koscheres Essen.

Auf Wunsch der Angehörigen - die Mutter war bereits verstorben - wurde Mathilde in die Heil- und Pflegeanstalt Regensburg (Karthaus-Prüll) gebracht. Wenig später starb ihr Vater und die 37jährige wurde entmündigt.

Auf behördliche Anordnung wurde Mathilde am 14. September 1940 in die Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar bei München „verlegt“. Vorausgegangen war am 14. April 1940 ein Erlass des Reichsministeriums des Innern, der die Erfassung aller jüdischen Anstaltsinsassen anordnete. Ende August verfügte das Ministerium in einem weiteren Runderlass, dass jüdische "Geisteskranke" in Bayern in Eglfing-Haar untergebracht werden mussten.

Am 20.09.1941 wurde Mathilde in einem Sammeltransport, in welchem auch der Neumarkter Martin Landecker und der Sulzbürger Adolf Rosenwald saßen, nach Hartheim bei Linz gebracht. Dort wurde sie wohl noch am gleichen Tag vergast. Mathilde Rindsberg wurde 61 Jahre alt.

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Initiative Stolpersteine für Neumarkt und Sulzbürg

Initiative Stolpersteine für Neumarkt und Sulzbürg und
die beiden Geschichts-P-Seminare „Nie wieder - Wider das Vergessen“ des Ostendorfer-Gymnasiums