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Johann Hans Georg Mahnken Bremer Straße 92 Hambergen

Biografie von Johann Hans Georg Mahnken

Eu­tha­na­sie, ins­be­son­de­re wie hier in die­sem Fall Kin­de­reutha­na­sie – was be­deu­tet das? Es han­delt sich hier­bei um die sys­te­ma­ti­sche Tö­tung von Kin­dern mit Be­hin­de­run­gen oder Krank­hei­ten im na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Deutsch­land. Zwi­schen 1939 und 1945 wur­den tau­sen­de Kin­der in spe­zi­el­len An­stal­ten er­mor­det, oft durch Me­di­ka­men­te, Nah­rungs­ent­zug oder töd­li­che In­jek­tio­nen.Das Ziel war es, Men­schen mit kör­per­li­chen, geis­ti­gen oder psy­chi­schen Be­ein­träch­ti­gun­gen als „le­bens­un­wert“ zu eli­mi­nie­ren. Die­se Pra­xis war Teil der NS-Ideo­lo­gie von „Ras­sen­hy­gie­ne“ und dem Stre­ben nach ei­ner „ge­sun­den Volks­ge­mein­schaft“.

Hans-Ge­org Mahn­ken wur­de am 02. März 1927 im Teu­fels­moor ge­bo­ren. Er leb­te im Wei­te­ren hier mit sei­nen El­tern Jo­hann Fried­rich und Meta Mahn­ken, auch sei­ne Ge­schwis­ter ka­men in den Fol­ge­jah­ren 1928 und 1930 zur Welt. Hans-Ge­org wies seit sei­ner Ge­burt eine Be­hin­de­rung auf und kam so­mit zur wei­te­ren För­de­rung und Pfle­ge 1931 mit 4,5 Jah­ren in die Ro­ten­bur­ger An­stal­ten. Die Ro­ten­bur­ger An­stal­ten gal­ten zu der Zeit als fort­schritt­li­che Ein­rich­tung im Be­reich der Be­hin­der­ten­ar­beit. Die NS-Zeit mit ih­rer be­reits be­schrie­be­nen Ideo­lo­gie soll­te dies in den nun fol­gen­den Jah­ren än­dern.

Nach­dem Hans-Ge­org meh­re­re Jah­re in der An­stalt leb­te, wur­de die­se ab 1939 nach und nach für Kriegs­zwe­cke um­funk­tio­niert. Ab 1939 er­folg­te eine Nut­zung in Tei­len als Re­ser­ve­la­za­rett. Im Jah­re 1941 be­gan­nen die Ver­ant­wort­li­chen die voll­stän­di­ge Räu­mung zu pla­nen, um ein Aus­weich­kran­ken­haus für Bre­men und Ham­burg zu schaf­fen. So­mit wur­de die An­stalt von Ende Sep­tem­ber bis Mit­te Ok­to­ber fast voll­stän­dig ge­räumt. Von 1100 Pa­ti­en­ten ver­leg­te man 800 in an­de­re Kran­ken­häu­ser und Hei­me, die Ver­tei­lung er­folg­te hier­bei nach der Be­wer­tung „Be­schu­lungs­fä­hig­keit/​Ar­beits­fä­hig­keit“. So ka­men Kin­der und Ju­gend­li­che mit ei­ner gu­ten Pro­gno­se z. B. nach Be­thel und über­leb­ten dort, an­de­re wur­den in so­ge­nann­te Tö­tungs­an­stal­ten de­por­tiert. So star­ben von den 1100 Pa­ti­en­ten 562 Men­schen aus Ro­ten­burg in un­ter­schied­li­chen An­stal­ten.

Hans-Ge­org wur­de zu­sam­men mit an­de­ren am 01.10.1941 in die Lan­des­an­stalt Ebers­wal­de in Bran­den­burg ver­bracht. Mit sei­nen 14 Jah­ren galt er zu dem Zeit­punkt schon als er­wach­sen, denn nach Ebers­wal­de ka­men aus Ro­ten­burg nur Män­ner. Die Lan­des­an­stalt in Ebers­wal­de war zu die­sem Zeit­punkt schon ab­so­lut über­be­legt. In den Jah­ren 1941 und vor al­lem 1942 trat so­mit durch her­bei­ge­führ­te Un­ter­ernäh­rung ein so­ge­nann­tes „Hun­gerster­ben“ in gro­ßem Maße auf, be­güns­tigt wur­de das von pfle­ge­ri­scher Man­gel­ver­sor­gung.

Hans-Ge­orgs Tod ist in den Un­ter­la­gen der Ebers­wal­der Kli­nik und auf sei­ner Ge­burts­ur­kun­de mit dem 07.04.1942 ver­zeich­net..

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