Zum Inhalt springen

Prinz, Familie

Biografie

Alexanderstr. 46
Familie Prinz

Isaak Meier Prinz (Jg. 1901) absolvierte, aus Heidelberg kommend, ab 1919 in Leipzig einen Teil seiner Religionslehrerausbildung. Der polnische Staatsangehörige hielt sich Anfang der zwanziger Jahre mit Unterbrechungen immer wieder in Halberstadt auf. Als Prinz 1924 nach Leipzig zurückkehrte, wurde in der Meldekartei der Beruf Lehrer eingetragen. In diesem Jahr heiratete er Helene Kuflik (Jg. 1905) in Köln. In Halberstadt kamen die vier Kinder Jeanette (Jg. 1925), Peppi (Jg. 1926), Rahel (Jg. 1927) und Manfred (Jg. 1930) zur Welt. In Leipzig wurden Jakob (Jg. 1934) und Elimelech (Jg. 1935) geboren. Prinz unterrichtete an der streng gesetzestreuen Religionsschule des Ahawas-Thora-Synagogenvereins.

Die Familie Prinz floh im Juli 1939 nach Brüssel. Hier wurde 1942 die Tochter Flora geboren. Nach der deutschen Besetzung wurde das Ehepaar mit fünf der sieben Kinder am 31. Oktober 1942 ins KZ Auschwitz deportiert, wo sie am 03. November 1942 eintrafen. Dort verliert sich jede Spur, genauso wie die der beiden ältesten Töchter, die schon am 04. August 1942 nach Auschwitz verschleppt worden waren.

Das Amtsgericht Berlin-Schöneberg erklärte die Familie Prinz im Jahr 1954 für tot.

Initiative: Fraktion Bündnis 90/Grüne

Medien

Fotos

Kostenlos dank Ihrer Hilfe

Diese Biografie ist frei zugänglich. Wenn Ihnen der Stolpersteine Guide gefällt, freuen wir uns über einen kleinen Beitrag.

Danke an Martin Schreyer, Claudia Körner, Anett Humboldt, Peter Hein und 6 weitere.
Unterstützen

Stolpersteine in der Nähe

Alle Stolpersteine in Leipzig

Quellen & Impressum

AG Stolpersteine Leipzig

https://www.stolpersteine-leipzig.de
stolpersteine@archiv-buergerbewegung.de
Tel: 0341/3065175
Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.
Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
Evangelisch-Lutherischer Kirchenbezirk Leipzig
Ephraim-Carlebach-Stiftung
Bürgerkomitee e.V.
Erich-Zeigner-Haus e.V.