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Feuchter, Bertha

Biografie von Bertha Feuchter

Bertha Feuchter wurde am 24.2. 1894 als älteste von fünf Kindern in Schwäbisch Hall geboren. Ihre Mutter war Berta Feuchter (1863 bis 1940) geb. Wahl, ihr Vater war Friedrich Karl Feuchter( (1858 bis 1934). Der Beruf ihres Vaters wird mal als Prokurist mal als Kunstlederfabrikant angegeben. Die Familie kam im Jahre 1900 nach Backnang und wohnte seit 1906 in der Gartenstraße 156, einer Gegend, die damals von etlichen Gerbereien geprägt war. Seit ihrem 24. Lebensjahr verbrachte Bertha Feuchter die meiste Zeit in Krankenhäusern oder Heilanstalten.

Eine verhängnisvolle Zeit begann für sie, wurde sie doch schon jetzt als "erbkrank" eingestuft und ihre Familie gleich mit. Am 14.6. 1927 wird sie in die Backnang nächstgelegene Heilanstalt, in die Anstalt Winnental, eingewiesen, wohl weil die Familie sie in der Nähe haben wollte.

Berta Feucht wurde am 30.5.1940 in einem der grauen Busse von Winnenden nach Grafeneck verschleppt und am selben Tag ermordet. In ihrer Krankenakte ist handschriftlich vermerkt: "Verlegt, ...30.5.1940" . Dies ist das verwendete Codewort für die Ermordung von Schutzbefohlenen aus den Heimen. Alleine in Grafeneck wurden 10 654 Menschen ermordet.

Berta Feuchter wurde von ihrer Familie nicht vergessen. Zu ihrem Andenken sind ihre Lebensdaten auf dem Grabstein der Familie Feuchter auf dem Backnanger Friedhof eingraviert.

Bernd Hecktor

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