Biography of Adolf Heinrich Zeeb
Adolf Heinrich Zeeb erblickte am 2. September 1881 als Sohn des Bierbrauers und Deutschhofwirts Benjamin Friedrich Zeeb und dessen Ehefrau Anna Rosina geb. Eyrich das Licht der Welt.
Er war das fünfte von 12 Kindern des Ehepaars, das gemeinsam mit Adolf Zeeb, dem Bruder des Vaters die Brauerei Deutscher Hof samt Wirtschaft, Branntweinbrennerei und Presshefefabrik betrieb. Es war die größte Brauerei in Tuttlingen und erstreckte sich auf ein ganzes Quartier zwischen Möhringer Straße und Zeughausstraße. Heinrich erlernte den Beruf des Kaufmanns. Am 19. März heiratete er seine Jahrgängerin Klara Charlotte Kern. Es fand eine Doppelhochzeit statt, bei der seine Schwester den Rechtsanwalt Dr. Friedrich Schäfer heiratete. Sein damals bereits verstorbener Schwiegervater, war ebenfalls Kaufmann gewesen und hatte das Manufakturwarengeschäft Gebr. Kern in der Bahnhofstraße 31 (heute Kohler-Gering) betrieben. Außerdem führte er eine Auswanderungsagentur. Diese Agentur übernahm Heinrich und leitete sie in seinem Elternhaus in der Möhringer Str. 68 weiter. Er vermittelte Schiffspassagen der Norddeutschen Lloyd in Bremen. Es existierten damals zwei weitere Auswanderungsagenturen. Allerdings dürfte das „große“ Geschäft vorbei gewesen sein, da die Auswanderungsströme nachließen und mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs ganz zum Erliegen kamen.
Die Familie lebte zunächst im Deutschen Hof in der Möhringer Straße 68. Über seine Erkrankung und wann sie ausbrach ist wenig bekannt. Im Geburtsregister wird erwähnt, dass er Kaufmann in Brüssel gewesen sein soll. Allerdings findet man ihn im Adressbuch von 1911 noch als Brauereidirektor und Auswanderungsagent unter der Adresse Möhringer Str. 47. Aber bereits 1920 lebte seine Frau ohne ihn bei ihrer Mutter in der Möhringer Str. 113. Seine Frau reiste 1921 unter dem Namen Klara Zeeb-Kern mit dem Schiff Hudson der Norddeutschen Lloyd in die USA und lebte dort bei einem Verwandten. Heinrich taucht im Adressbuch 1920 nicht mehr auf. Offensichtlich war er schon in die Heilanstalt Rottenmünster gebracht worden. Der Beginn seiner Erkrankung muss also im 2. Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts gesucht werden. Dies wirft natürlich die Frage auf, ob sie im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg steht, was sich bisher nicht belegen lässt. Bekannt ist in der Familie noch, dass er wissenschaftlich interessiert war und sich immer wieder neue Literatur wünschte.
Von der Heilanstalt Rottenmünster wurde er am 13. Dezember 1922 in die Heilanstalt Schussenried verlegt, wo er auch blieb. Offensichtlich bezahlte die Familie für die Unterbringung in der Anstalt, denn in den Fürsorgeverzeichnissen taucht er nicht auf. Belegt ist, dass er am 18. Juni 1940 auf der Transportliste stand, die Pfleglinge der Heilanstalt Schussenried nach Grafeneck brachte. Dort wurde er noch am selben Tag getötet.
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Heinrich Zepf150 m
Anna Schauer160 m
Anna Maria Grotz160 m
Hedwig Franziska Glocker160 m
Ludwig Maier300 m
Otto Huber310 m
Sources & Imprint
Museen der Stadt Tuttlingen: https://www.tuttlingen.de/de/Kultur-Tourismus/Kulturelle-Einrichtungen/Museen/Staedtische-Museen/Heimatmuseum-Fruchtkasten