Biography of Hugo Junker, Rosa Junker and Betty Grünebaum
Personen in der Bahnhofsstraße 34: Familie Junker
Hugo Junker geb. 9. April 1894 in Groß Karben
Rosa Junker (geborene Grünebaum) geb. 31. Januar 1984 in Rendel
Betty Grünebaum geb. 9. Mai 1868 in Espa
Hugo Junker war ein Viehhändler und hatte mit seiner Ehefrau Rosa, auch Rosel genannt, ein Kolonialwarengeschäft. Im Jahr 1938 wurde ihm die Handelserlaubnis entzogen. An dem Tag nach der Progromnacht fing die SA mit dem Laden von Hugo und Rosel an. Die SA zerstörte Läden von Juden, sie ließen nur das Mobiliar, sonst zerstörten sie alles und warfen Bonbon-Gläser durch die Scheiben. Alle Männer wurden aus den Häusern geholt und dann wurde alles zerstört und geplündert. Danach wurden Hugo Junker und zehn weitere jüdische Männer aus Karben ins Konzentrationslager Buchenwald gebracht und eingesperrt, dort verbrachte er die Zeit vom 12. November bis zum 16. Dezember 1983. Dort bekam er die Häftlingsnummer 25237. Er kam nur raus, da Rosel ihm 20 Reichsmark per ,,telegraphischer Postanweisung“ zuschickte. Damit konnte er am 16. Dezember 1983 aus Buchenwald zurück nach Karben fahren. Zwei Jahre später am 1. Oktober 1940 zog die Familie nach Frankfurt am Main, da sie hofften dort in der Anonymität sicher zu sein. Ein Jahr später, am 19. Oktober 1941, wurde das Ehepaar Junker nach Lodz deportiert. Da verliert sich die Spur im Ghetto.
Rosa Junker, geborene Grünebaum, heiratete Hugo Junker. Rosa wurde auch Rosalie, Rosi und Rosel genannt. Sie lebten zusammen, hatten einen Laden zusammen, in dem sie die meiste Zeit hinter dem Tresen stand. Aus Erzählungen von Lilli Schneider erfährt man, dass sie mit der Oma verwandt war und sie sich öfters trafen. Während sie sich trafen, aß Lilli immer Bonbons aus dem Laden. Die Oma war Lea Weinberg, man weiß aber nicht genau, wie sie mit Rosa verwandt war. In der Nacht vom 20. auf den 21. August 1937 wurde mehrfach mit Teerfarbe das Haus mit dem Wort ,,Jude“ vollgeschmiert. Diese Sachbeschädigung wurde von Rosa angezeigt. Sie bat darum ein Foto zu machen; das wurde ihr aber verwehrt.
Betty Grünebaum war eventuell die Tante oder Mutter von Rosa. Am 1. Oktober 1940 zog die Familie nach Frankfurt am Main. Von da aus wurde sie wahrscheinlich am 18. August 1942 direkt in das jüdische Altersheim Rechneigrabenstraße 18/20 transportiert. Von wurde sie in das Ghetto Theresienstadt deportiert und dort starb sie am 22. Oktober 1942; sie wurde 74 Jahre alt.
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Isidor Kahn20 mAlbert Ross80 m
Bella Kulb110 m
Beate Grünebaum110 m
Emilie Grünebaum150 m
Berthold Grünebaum160 m
Sources & Imprint
Initiative “Stolpersteine in Karben“
Hartmut Polzer
Robert-Koch-Str.1, 61184 Karben
In Kooperation mit der Kurt-Schumacher-Schule in Karben in der Projektwoche zum Thema: "Karbener Stadtgeschichte - Digital: Stolpersteine in Karben als App" angeleitet durch Ann-Kathrin Schouwenburg (Geschichtslehrkraft).
Die Texte zu den Stolpersteinen und der Stolperschwelle wurden von den folgenden Schüler*innen verfasst:
Alivkin, Kevin; Decker, Sarah; Demirci, Batuhan; Kiehl, Arvid; Knochenhauer, Maik; Leonhard, Jannis; Malkwitz, Annabelle; Meister, Alva; Nalbant, Seyma; (Oechler, Lars); Steinert, Amon; Steinert, Kara; Straka, Melanie; Toma, Ruben; (Züsch, Elias)