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Dina Wallach / Synagoge / Gemeindehaus

Biography of Dina Wallach

Dina Wallach, Tochter des Pferdehändlers Nathan Wallach, lebte als Rentnerin in ihrem Elternhaus. 1938 verwüstete während des Novemberpogroms der nationalsozialistische Mob die Wohnung der 74-jährigen, alleinstehenden Frau. Im September 1941 wurde ihr Haus zu einem der beiden sogenannten „Judenhäuser“, in denen man auf Anordnung der Gestapo die verbliebenen 19 Mitglieder der jüdischen Gemeinde Linz (drei Personen lebten noch in Leubsdorf) zusammenpferchte und vorinternierte. Dina Wallach wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 23. September 1942 ermordet.

Gegenüber des Wohnhauses von Dina Wallach befand sich die Synagoge, die 1851 eingeweiht wurde und Platz für 250 Personen hatte. Während der Novemberpogrome 1938 wurde das Gotteshaus entweiht und zerstört. Die Einrichtung wurde demoliert, die heiligen Bücher geschändet. Die Täter steckten das Gebäude nur deshalb nicht in Brand, weil dies die umliegenden alten Fachwerkhäuser gefährdet hätte. Thorarollen, -kronen und –zeiger, Altardecken und Thoramäntel lagen unter den Trümmern. Nur wenige Tage nach den Pogromen wurde die jüdische Gemeinde gezwungen, die Synagoge umgehend abreißen zu lassen. Dies geschah nicht, weil sich ein Interessent für das Gebäude meldete. Ihm verkaufte die jüdische Gemeinde ihre Synagoge zwangsweise für 500 Reichsmark. Der neue Besitzer musste sich verpflichten, das Äußere des Gebäudes so herzurichten, dass es in nichts mehr an die bisherige Benutzung als Synagoge erinnerte.

Das Fachwerkhaus an der Ecke zur Neustraße (Hausnummer 20) war über 200 Jahre lang im Besitz der jüdischen Gemeinde. 1725 kauften der Vorsteher der Gemeinde und dessen Ehefrau Brunella das Haus und wurden damit als erstes jüdisches Ehepaar öffentlich und ohne Einspruch seitens der christlichen Bewohner Eigentümer eines in der Stadt gelegenen Anwesens. Das Haus entwickelte sich zum Zentrum der jüdischen Gemeinde, die sich bis zur Errichtung der Synagoge in einer Betstube im Obergeschoss versammelte. In dem niedrigen Raum, der nur über eine halsbrecherische Treppe zu erreichen war, wurden bis 1887 auch die Kinder der Gemeinde unterrichtet. 1935/36 zwangen zunehmende Repressalien durch die Nationalsozialisten verbunden mit der Abwanderung der jüdischen Bevölkerung die Linzer Synagogengemeinde zum Verkauf des Hauses.

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Andrea Rönz M.A. (Leitung)

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eMail: stadtarchiv@linz.de
Quellen: Anton u. Anita Rings, Die ehemalige jüdische Gemeinde in Linz am Rhein. Erinnerung und Gedenken, 2. Aufl., Linz am Rhein 1992.

Arolsen Archives, Internationales Zentrum über NS-Opfer

Bundesarchiv, Gedenkbuch für die Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945

Landeshauptarchiv Koblenz, Gestapo-Karteien

Verbandsgemeinde Linz am Rhein, Einwohnermeldeamt