Biography of Bertha, Hedwig, Lilli and Ernst Wallach
Bertha Wallach war die zweite Ehefrau des 1911 gestorbenen Kaufmanns Joseph Wallach, Inhaber der Großhandlung LEVY WALLACH, deren Firmengelände mit Wohnung hier an der Asbacher Straße lag. Nach dem Tod ihres Ehemanns war sie Gesellschafterin der Firma, die von ihrem Stiefsohn Ernst Wallach geleitet wurde. Bertha Wallach hatte zwei Töchter, Hedwig („Heddy“) und Lilli, die ebenso wie ihre Mutter in Linzer Vereinen aktiv waren: Bertha war Mitglied des Museumsvereins, Hedwig in der Rudergesellschaft und Lilli gehörte dem „English Club“ an. Lilli Wallach emigrierte bereits 1933 über England in die USA, Bertha und Hedwig Wallach folgten ihr 1936. Dort lebten Mutter und Töchter mit Familien in New York.
Die bedeutende Kolonialwaren-Großhandlung LEVY WALLACH zählte zu Beginn der 1930er Jahre 17 Verkaufsfilialen u.a. in Hohrhausen, Oberlahr, Brohl, Leutesdorf und Hönningen. Ab 1933 verzeichnete die Firma einen rapiden Umsatzrückgang infolge des Boykotts jüdischer Betriebe und einschneidender NS-Verordnungen, die bis 1938 zum Untergang des Unternehmens führten. 1940 wurde das Anwesen verkauft. Ernst Wallach, Geschäftsführer der Firma, war zu diesem Zeitpunkt bereits im KZ Buchenwald inhaftiert. Wallach, der als Soldat des Ersten Weltkriegs schwerverwundet wurde, hatte schon Anfang der 1930er Jahre offen Stellung gegen die Anhänger der NSDAP genommen und stand nach der Machtübernahme 1933 unter besonderer Beobachtung des Regimes. Während er 1938 seine Emigration plante, wurde Ernst Wallach verhaftet und in das KZ Buchwald eingeliefert. 1941 wurde er in die Anstalt Pirna-Sonnenstein verlegt und dort ermordet.
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Josephine Samuel50 m
Henriette Marx60 m
Elise Marx80 m
Dina Wallach150 m
Friedrich Levy170 m
Alex Fernich200 m
Sources & Imprint
Andrea Rönz M.A. (Leitung)
Hausanschrift
Servitessenkirche, Klosterstraße 13
53545 Linz am Rhein
Postanschrift
Verbandsgemeindeverwaltung Linz – Stadtarchiv
Am Schoppbüchel 5
53545 Linz am Rhein
Tel. +49 (0) 2644 3222
Fax +49 (0) 2644 56018990
eMail: stadtarchiv@linz.de
Quellen: Anton u. Anita Rings, Die ehemalige jüdische Gemeinde in Linz am Rhein. Erinnerung und Gedenken, 2. Aufl., Linz am Rhein 1992.
Arolsen Archives, Internationales Zentrum über NS-Opfer
Bundesarchiv, Gedenkbuch für die Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945
Landeshauptarchiv Koblenz, Gestapo-Karteien
Verbandsgemeinde Linz am Rhein, Einwohnermeldeamt