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Jeanette oo Jakob Meier, Schmidtenstr. 6, Schwanau-Nonnenweier

Biography of Jakob Meier and Jeanette Meier geb. Valfer

Stolpersteinverlegung am 18.03.2023

Jakob Meier, Jeanette Meier geb. Valfer

Jakob war von Beruf Metzger und Handelsmann.
Er kam am 13. November 1865 als achtes von neun Kindern in Nonnenweier zur Welt. Seine Eltern waren Elias Meier, geboren 1819 und Sophie, geb. Valfer, 1829 in Friesenheim.
Jakob heiratete am 14. April 1896 Jeanette Valfer, geboren am 1. Mai 1871 in Diersburg, eine Verwandte seiner Mutter.
Schon bald nach der Hochzeit wurde Sohn Moritz am 9. Januar 1897 in Nonnenweier geboren. Er erlernte den für Juden seltenen Beruf eines Elektrotechnikers, starb aber bereits am 15.12.1923 mit 26 Jahren.

Jakob und Jeanette wurden Opfer der Deportation der Badischen Juden am 22. Oktober 1940 und wurden in das südfranzösische Internierungslager Gurs verbracht.
In diesem provisorischen Lager litten Sie unter Kälte, Hunger und den schrecklichen hygienischen Bedingungen. Kurz nach seinem 74. Geburtstag starb Jakob am 4. Januar 1941 und wurde auf dem Lagerfriedhof bestattet. Jeanette hatte das Glück, dass sie altersbedingt das Lager verlassen konnte. Die Hilfsorganisation von René Nodot brachte sie in den französischen Hospitäler Lons le Saunier und Macon in Sicherheit, wo sie den Holocaust überleben konnte.

Jakobs Schwester Betti, geboren 31.09.1900 heiratete den am 29.08.1889 geborenen Leo Baum aus Nonnenweier. Sie wohnten im gleichen Haus wie Jette Rosenberger in der Schmidtenstraße. 1927 wurde Tochter Margot geboren.
Leo flüchtete mit seiner Familie nach 1933 nach der Machtergreifung der Nazionalsozialisten in die Niederlande.
Dort wurden Sie 1943 von den deutschen Besatzungsmächten aufgespürt und ins Transitlager Westerbork verbracht.
Von Westerbork wurden sie am 28.04.1943 mit einem Konvoi in das polnische Vernichtungslager Sobibor deportiert und dort am 30.04.1943 in der Gaskammer ermordet.

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All Stolpersteine in Lahr und Umland

Sources & Imprint

Stolpersteininitiativen Lahr, Friesenheim, Schuttern, Nonnenweier, Kippenheim

Als kurze Vorabinfo: Grundlagen für die Stolpersteine in Lahr wurden gelegt durch intensive Recherchen und Veröffentlichungen von Hildegard Kattermann. Weiterhin durch intensive Recherchen und Bearbeitung von Gardy Ruder.
Die hier dargestellten Inhalte und Quellenmaterial werden recherchiert, vorbereitet, gesammelt und bereitgestellt durch den Historischen Verein Mitelbaden, Ortsgruppe Geroldsecker Land Projektgruppe Stolpersteine. Intensiv in die Arbeit mit eingebunden sind insbesondere Doris Gerteis, Bertram Bliss sowie durch städtische Unterstützung Elise Voerkel und Thorsten Mietzner vom Stadtarchiv Lahr.

Im Schuljahr 2013/2013 wurde in Zusammenarbeit mit der Schulklasse 10a der Friedrichschule unter Leitung ihrer Lehrerin gemeinsam mit dem Herausgeber Historischer Verein Mittelbaden, Regionalgruppe Geroldsecker Land mit vielen hier Unerwähnten ein kleines Buch als Anfang der öffentlich zugänglichen Dokumentation der Verfolgung und Ermordung von Lahrer Bürgern während des nazionalsozialistischen Terrorregimes erstellt.
ISBN978-3-89735-865-2.
Aktuell wird an einer erweiterten Neuauflage gearbeitet.

Inzwischen werden hier neben den Stolpersteinen in Lahr auch die der Nachbargemeinden Friesenheim, Schuttern dargestellt und eingepflegt.
Auch die Steine in Schwanau und Kippenheim werden inzwischen mit verortet.

Recht herzlichen Dank für die Zurverfügungstellung der externen Informationen an
- Ekkehard Klem, Friesenheim
- Martin Buttenmüller, Schuttern
- Stolpersteininitiative um Dagmar Frenk sowie Martin Frenk mit Norbert Klein sowie
Pfadfindergruppe Regenbogen, Nonnenweier.
- Jürgen Stude als Vertreter des Fördervereins Ehemalige Synagoge Kippenheim.

Die Stolpersteine in Lahr werden regelmässig in Zusammenarbeit mit Lahrer Schülern gereinigt, seit 2023 führt der Projekttag mit Gruppenarbeit schulübergreifend in die Geschichte ein.

Neben Stolpersteinen sind auch Orte der Erinnerung mit dargestellt, welche im Zusammenhang mit den Stolpersteinen und der Geschichte der Verfolgung relevant sind.
Geschlechts- und Alterszuordnung ist bei Orten der Erinnerung programmbedingt nicht vermeidbar und nicht relevant.

Die Inhalte des Stolpersteine-Guide für Lahr und die oben genannten Umlandgemeinden werden administrativ verwaltet von Bertram Bliss, Fichtestr. 58 in Lahr.

Lahr, den 27.01.2025