Biografie von Frieda Isenberg, Hans Günther Isenberg, Sofie Isenberg und Rosalie Oberschützky
Die Witwe des Lehrers und Predigers Samuel Oberschützky, gest. 1931 in Osnabrück, lebte mit ihren Töchtern Rosa und Frieda in Osnabrück. Rosa heiratete 1919 den Kaufmann Wilhelm Löwenstein in Hameln, Frieda den Kaufmann Siegmund Isenberg in Hamburg.
1914 nahmen Siegmund und Frieda Isenberg mit ihrem einjährigen Sohn Hans-Günther ihren Wohnsitz in Wittenberge auf. Von 1914 bis 1918 lebte die Familie in Wittenberge, zwischen 1918 und 1921 in Osnabrück, wo Hans-Günther auch eingeschult wurde, dann wieder in Wittenberge. Nach dem Tod ihres Mannes 1928, lebte die Witwe mit ihren drei noch lebenden Kindern, Hans-Günther, Sophie und Käthe, bei ihrer Mutter Rosalie Oberschützky in der Johannisstraße 67/69. Der 1918 in Osnabrück geborene Kurt, verstarb im Alter von sechs Jahren kurz vor seiner Einschulung, Inge, die 1921 geboren wurde, starb zwei Monate nach ihrer Geburt.
Frieda Isenberg meldete sich 1933 nach Amsterdam ab. Im Juni des gleichen Jahres folgte ihr Tochter Käthe und zwei Jahre später auch Sophie. Hans-Günter verzog im Oktober 1935 nach Frankfurt a. M. Am 20. April 1943 wurde Frieda Isenberg in das Durchgangslager Westerbork gebracht und von dort, nach dreitätiger Fahrt, in das Konzentrationslager Sobibor deportiert und ermordet, amtliches Todesdatum: 23.04.1943. Sophie Isenberg wurde am 18. Juni 1942 in das Frauenkonzentrations-lager nach Ravensbrück deportiert, im Oktober 1942 weiter nach Auschwitz, wo sie am 29.10.1942 in der Gaskammer starb. Frieda Isenbergs Tochter Käthe ist die einzige Überlebende der Familie. Sie lebte in den Niederlanden, heiratete und starb am 27.11.1992 als Käthe van Dijk in Alkmaar. Hans-Günther wurde an einem nicht bekannten Ort ermordet und wurde "für tot erklärt".
Rosalie Oberschützky meldete sich im Dezember 1935 nach Essen ab. Vom Lager Holbeckshof in Essen-Steele aus wurde sie am 20. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo sie ermordet wurde.
Quellen: Sellmeyer, Martina u. Peter Junk: Stationen auf dem Weg nach Auschwitz. Bramsche: Rasch Verlag, 2002³.
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