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Familie Schmidt, Famile Robert Wilhelm Imker

Biografie

Maria Schmidt wurde am 18.03.1902 in Neukirchen geboren und hatte sieben Kinder und zwei Enkel. Über das Schicksal der Familie ist nur wenig bekannt.
Gemeinsam mit ihren Kindern und Enkelkindern wurde Maria Schmidt am 01.03.1943 nach Auschwitz deportiert, wo sie ermordet wurden. Maria Schmidt starb am 12.01.1944.
Franziska Schmidt, geboren am 25.09.1917 in Ellingen und vermutlich die älteste Tochter von Maria Schmidt, starb am 22.02.1944.
Tochter Alma Schmidt, geboren am 01.04.1919 in Essen, Esens oder Essens, starb am 24.12.1943.
Sohn Josef Schmidt, geboren am 16.08.1929 in Hoogstede, starb am 11.04.1944 im Alter von 17 Jahren. Tochter Klara Schmidt, geboren am 14.04.1931 in Marx, starb am 21.01.1944 im Alter von 12 Jahren. Sohn Adolf Schmidt, geboren am 14.05.1933 in Syke, starb am 27.07.1943 im Alter von zehn Jahren.
Tochter Lilly Schmidt, geboren am 01. Mai 1936 in Bisel, starb am 19.02.1944 im Alter von sieben Jahren. Tochter Christa Schmidt, geboren am 23.10.1942 in Osnabrück, starb 1943 im Alter von einem Jahr. Maritta Schmidt, geboren am 16.10.1939 in Osnabrück, Enkelin von Maria Schmidt und Tochter von Franziska Schmidt, starb am 27.07.1943 kurz vor ihrem vierten Geburtstag. Ihr Bruder Clemens Schmidt, geboren am 01.09.1941 in Osnabrück, starb am 08.04.1943 kurz vor seinem zweiten Geburtstag.

Quellen: Hauptbuch Auschwitz, Begleitbroschüre zur Ausstellung am 21.05.1997 im Stadthaus.

Robert Wilhelm Imker wurde am 19.09.1883 in Wachtendonk geboren. Er war als Korbmacher tätig. Am 10.12.1925 heiratete er seine zweite Ehefrau Rosa Anna, geb. Hoffmann, geboren am 17.04.1884 in Wangen in der Schweiz. Seit dem 09.10.1929 waren sie an der Papenhütte 21 wohnhaft.
Aus erster Ehe brachte Robert Wilhelm Imker bereits die Söhne Friedrich, Konstantin und Wilhelm (der später Maria [Marie-Luis] Imker, geb. Christ heiratete und mit ihr vier Kinder hatte) mit. Mit Rosa Anna bekam er drei weitere Söhne: Otto, Edmund und Alois Gerhard.
Friedrich Imker wurde am 26.(25.)06.1905 in Bevernwald in Belgien geboren. Über sein Schicksal ist wenig bekannt. Am 11.04.1945 starb er im Krankenhaus Nieder-Weisel bei Butzbach Oberhessen an den Folgen seiner Inhaftierung im Konzentrationslager Auschwitz.
Konstantin Imker wurde am 20.01.1916 in Breda / Holland geboren. Auch über sein Schicksal ist wenig bekannt. Am 25.11.1941 starb er im Konzentrationslager Sachsenhausen und wurde am 08.05.1945 durch Beschluss vom Amtsgericht Osnabrück „für tot erklärt“.
Otto Imker wurde am 10.09.1923 in Bersenbrück geboren. Am 30.04.1941 wurde ihm die Barackensiedlung "Papenhütte" als neuer Wohnort zugewiesen. Am 22.03.1944 starb Otto Imker im KZ Buchenwald.
Alois Gerhard Imker wurde am 16.12.1927 in Bersenbrück geboren. Am 01.03.1943 wurde er gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Vater nach Auschwitz deportiert. Als Ankunftsdatum in Auschwitz ist der 05.03.1943 vermerkt, die Häftlingsnummern, die seinen Eltern zugeteilt wurden, sprechen jedoch für eine frühere Ankunft. Zum Zeitpunkt der Deportation befand sich Alois Gerhard Imker noch in der Ausbildung. Er starb am 21. November desselben Jahres im Konzentrationslager Auschwitz. Seine Mutter Rosa Anna Imker starb dort am 26.09.1943. Das Todesdatum seines Vaters Robert Wilhelm Imker ist unbekannt, am 31.12.1945 wurde er „für tot erklärt“.

Quellen: Rechercheanfrage StA Oldenburg; Recherche StA Osnabrück: Rep 430 Dez 304 Akz 2003/036 Nr. 29.; Recherche StA Osnabrück: Rep 430 Dez 304 Akz 2003/036 Nr.1269; Recherche StA Osnabrück: Rep 430 Dez 304 Akz 2003/036 Nr.968; Sterbebücher von Auschwitz; Begleitbroschüre zur Ausstellung am 21. Mai 1997 im Stadthaus: Sinti in Osnabrück - Bürger dieser Stadt.; Panayi, Panikos: The persecution of german Romanies: the case of Osnabrück, 1933-46. In: Patterns of Prejudice (2003), Bd. 37, S. 377-399.; div. Adressbücher; Sterbebücher von Auschwitz.

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