Zum Inhalt springen

Theodor Schortau

Biografie von Theodor Schortau

Theodor Schortau wurde 1890 als drittes von zehn Kindern der Eheleute Ludwig Schortau und Anna Schortau geb. Meyer geboren. Die älteste Schwester starb einige Monate nach seiner Geburt im Alter von sechs Jahren. Der jüngste Bruder wurde 1900 geboren und starb bereits im Alter von nur einem Jahr. 1902 starb der Vater. Laut Melderegister war Theodor Schortau Teilnehmer des Ersten Weltkrieges bevor er am 23.11.1918 wieder bei seiner Mutter an der Natruper Str. 170 gemeldet war. Am 31.05.1939 wurde Theodor Schortau in der Provinzial Heil- und Pflegeanstalt Osnabrück aufgenommen. Zwischen dem Melderegistereintrag 1918 und der Aufnahme in der Anstalt finden sich kaum Hinweise auf Stationen seines Lebens. Lediglich ein letzter Melderegistereintrag vom 08.12.1921 stellt eine Verbindung zum städtischen Pflege- und Versorgungshaus für Obdachlose (auch genannt: „Wanderschaft Strunck“, „städtisches Pflegehaus“) an der Turner Straße 10 her. Von der Heil- und Pflegeanstalt wurde er nach zwei Jahren, am 22.04.1941, nach Eichberg verschleppt und von dort Anfang Juni 1941 zur Ermordung in der Gaskammer nach Hadamar deportiert.

Quellen: Berger, Eva: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Bramsche 1999, Namensliste S. 277ff; Böhne, Lisa: "Osnabrücker Schicksale" - bisher unveröffentlichtes Manuskript, Osnabrück 2011. Bestätigt durch: Gedenkstätte Hadamar, Dr. Lilienthal.

Kostenlos dank Ihrer Hilfe

Diese Biografie ist frei zugänglich. Wenn Ihnen der Stolpersteine Guide gefällt, freuen wir uns über einen kleinen Beitrag.

Danke an Martin Schreyer, Claudia Körner, Anett Humboldt, Peter Hein und 6 weitere.
Unterstützen

Stolpersteine in der Nähe

Alle Stolpersteine in Osnabrück

Quellen & Impressum

Stadt Osnabrück, Büro für Friedenskultur

Stadt Osnabrück
Fachbereich Kultur
Büro für Friedenskultur
Christine Grewe
Marienstr. 5-6
49074 Osnabrück
Tel. 0541 323-2287
Fax 0541 323-152287
grewe.c@osnabrueck.de
www.osnabrueck.de/friedenskultur
www.facebook.com/buerofuerfriedenskultur