Zum Inhalt springen

Reichstagsabgeordnete KPD

Biografie von Helene Fleischer

Helene Fleischer wurde als Margarete Helene Lätzsch im Dorf Leumnitz bei Gera geboren. Sie arbeitete als Stubenmädchen auf einem Landgut in Oberpöllnitz und seit 1917 im AOK-Genesungsheim Gera-Ernsee. 1919-31 war sie angestellt in der Färberei Hirsch. Sie trat in die SPD ein. 1923 wechselte sie zur KPD. Sie heiratete Werner Fleischer und bekam einen Sohn. Kurze Zeit später wurde die Ehe geschieden. Sie war Betriebsratsmitglied der Firma Hirsch. 1931 wurde sie für die KPD Mitglied des Thüringer Landtages und 1932 auch KPD-Reichstagsabgeordnete. Wegen des Haftbefehls nach dem Reichstagsbrand vom 28.2.1933 gelang es ihr zunächst, sich zu verstecken und unterzutauchen. Am 13.1.1934 wurde sie in Apolda verhaftet. Das Urteil des OLG Jena „3 Jahre Zuchthaus“ verbüßte sie in Gräfentonna und Hohenleuben, sowie im Haftkrankenhaus Arnstadt. Danach folgte „Schutzhaft“. Am 2.6.1937 kam sie nach Moringen bei Hannover. Nach einer Amnestie wurde sie 1941 erneut verhaftet. Sie wurde in Gestapo-Haft schwer körperlich misshandelt und beging einen Selbstmordversuch. Daraufhin kam sie am 19. Mai 1941 in die Landesheilanstalt Stadtroda. Kurz darauf kam sie dort ums Leben. Frau Fleischer wurde 42 Jahre alt. Unterm Hakenkreuz S.80-83
Am 2.11.2012 wurde ihr ein Stolperstein gesetzt vor der Wohnung Naulitzer Str. 9

Kostenlos dank Ihrer Hilfe

Diese Biografie ist frei zugänglich. Wenn Ihnen der Stolpersteine Guide gefällt, freuen wir uns über einen kleinen Beitrag.

Danke an Martin Schreyer, Claudia Körner, Anett Humboldt, Peter Hein und 6 weitere.
Unterstützen

Stolpersteine in der Nähe

Alle Stolpersteine in Gera

Quellen & Impressum

Stolpersteine Gera

Virtuelles Büro
Tel. 0365 77375172 und E-Mail info@stolpersteine-gera.de