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Familie Eugen Haberer, Metzgerstr. 1, Lahr

Biografie von Eugen, Fanny und Hede Haberer

Geschichte der Familie Eugen Haberer
Jüdische Hausbesitzer mussten aus anderen Häusern ausgewiesene Juden aufnehmen, es entstanden sogenannte »Judenhäuser« wie das in der Schlosserstraße 5/7, in das auch die Haberers einzogen. Tochter Hilda (geboren 1909) flüchtete 1939 in die USA. Die beiden Schwestern wohnten in einer Dreizimmer-Wohnung in der Moltkestraße 33, als sie nach Gurs abgeholt wurden.
Eugen, Metzgerstraße 1, erlag vermutlich auch den Folgen der Misshandlungen in Dachau 1940 im Alter von 63 Jahren.
Seine Tochter Hede flüchtete 1938 ins damalige Palästina.
Die anderen Familienmitglieder wurden mit 21 Lahrer Juden am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert.
Die fünf verbliebenen Familienangehörigen erlitten nun unterschiedliche Schicksale. Offensichtlich wurden alle gemeinsam immer wieder in andere Lager verlegt.
Leo Haberer und seine Schwestern Delphine und Karoline kamen auf wundersame Weise aus dem Gurs-Nebenlager Noé frei.
Leos Ehefrau Anna wurde im August 1942 nach Auschwitz deportiert, wo sie am 24. August ermordet wurde.
Fanny Haberer konnte aus Gurs am 25. Januar 1941 befreit werden und versteckte sich in einem Kloster. Dort wurde sie im September 1942 von der Gestapo entdeckt, nach Auschwitz deportiert und ermordet.
Leo Haberer emigrierte nach dem Krieg in die USA, wo er am 23. Oktober 1959 starb. Die beiden Schwestern Delphine und Karoline Haberer verbrachten ihren Lebensabend zusammen mit Carl und Caroline Maier in einem Altersheim in Graffenstaden bei Straßburg, wo sie kurz hintereinander verstarben, Delphine am 21. Mai 1961 und Karoline am 25. September 1961.

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Quellen & Impressum

Stolpersteininitiativen Lahr, Friesenheim, Schuttern, Nonnenweier, Kippenheim

Als kurze Vorabinfo: Grundlagen für die Stolpersteine in Lahr wurden gelegt durch intensive Recherchen und Veröffentlichungen von Hildegard Kattermann. Weiterhin durch intensive Recherchen und Bearbeitung von Gardy Ruder.
Die hier dargestellten Inhalte und Quellenmaterial werden recherchiert, vorbereitet, gesammelt und bereitgestellt durch den Historischen Verein Mitelbaden, Ortsgruppe Geroldsecker Land Projektgruppe Stolpersteine. Intensiv in die Arbeit mit eingebunden sind insbesondere Doris Gerteis, Bertram Bliss sowie durch städtische Unterstützung Elise Voerkel und Thorsten Mietzner vom Stadtarchiv Lahr.

Im Schuljahr 2013/2013 wurde in Zusammenarbeit mit der Schulklasse 10a der Friedrichschule unter Leitung ihrer Lehrerin gemeinsam mit dem Herausgeber Historischer Verein Mittelbaden, Regionalgruppe Geroldsecker Land mit vielen hier Unerwähnten ein kleines Buch als Anfang der öffentlich zugänglichen Dokumentation der Verfolgung und Ermordung von Lahrer Bürgern während des nazionalsozialistischen Terrorregimes erstellt.
ISBN978-3-89735-865-2.
Aktuell wird an einer erweiterten Neuauflage gearbeitet.

Inzwischen werden hier neben den Stolpersteinen in Lahr auch die der Nachbargemeinden Friesenheim, Schuttern dargestellt und eingepflegt.
Auch die Steine in Schwanau und Kippenheim werden inzwischen mit verortet.

Recht herzlichen Dank für die Zurverfügungstellung der externen Informationen an
- Ekkehard Klem, Friesenheim
- Martin Buttenmüller, Schuttern
- Stolpersteininitiative um Dagmar Frenk sowie Martin Frenk mit Norbert Klein sowie
Pfadfindergruppe Regenbogen, Nonnenweier.
- Jürgen Stude als Vertreter des Fördervereins Ehemalige Synagoge Kippenheim.

Die Stolpersteine in Lahr werden regelmässig in Zusammenarbeit mit Lahrer Schülern gereinigt, seit 2023 führt der Projekttag mit Gruppenarbeit schulübergreifend in die Geschichte ein.

Neben Stolpersteinen sind auch Orte der Erinnerung mit dargestellt, welche im Zusammenhang mit den Stolpersteinen und der Geschichte der Verfolgung relevant sind.
Geschlechts- und Alterszuordnung ist bei Orten der Erinnerung programmbedingt nicht vermeidbar und nicht relevant.

Die Inhalte des Stolpersteine-Guide für Lahr und die oben genannten Umlandgemeinden werden administrativ verwaltet von Bertram Bliss, Fichtestr. 58 in Lahr.

Lahr, den 27.01.2025