Biografie von Albrecht Vogt
Heimstättenstraße 46 (Verlegung am 12.10.2017)
Albrecht Vogt wurde am 25. Februar 1890 in Söflingen als drittes Kind des Brauereibesitzers Albrecht Vogt und von Theresia, geborene Goll, geboren. Er studierte Philologie in Erlangen, wurde im Ersten Weltkrieg Soldat und arbeitete dann als Sprachlehrer in Ulm. In dieser Zeit veröffentlichte er einen Band mit Gedichten, gewidmet seinem Freundeskreis, dessen Treffpunkt die Gaststätte „Hecht“ war. 1934/35 wurde er Mitglied einer kommunistischen Widerstandsgruppe. Zusammen mit dem Lehrer Josef Stadelmann verfasste er Flugblätter, in denen u.a. der Polizeipräsident Dreher angegriffen und lächerlich gemacht wurde. Die Gruppe traf sich in der Heimstättenstraße 46, wo Vogt mit seiner Mutter wohnte. Durch eine Denunziation erfolgte im Sommer 1935 die Verhaftung von acht Mitgliedern. Am 22. September 1937 wurde Albrecht Vogt vom Oberlandesgericht Stuttgart wegen „Hochverrat“ zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe wurde Vogt nicht freigelassen, sondern am 27. Februar 1943 von der Gestapo Stuttgart in das KZ Flossenbürg eingeliefert. Kurz darauf, schon am 27. April, verzeichnete die Lagerverwaltung seinen Tod. Seine Angehörigen und Freunde standen zu ihm und veröffentlichten die Todesanzeige, die ein Standesbeamter später in das Familienregister mit der handschriftlichen Bemerkung „Ermordet im KZ“ einklebte.
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