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Wohnhaus Eugen Laible

Biografie von Eugen Laible

Heutige Adresse: Heugasse 31

Eugen Laible
Geboren am 19. Juni 1905 in Esslingen, ermordet am 3. Juni 1940 Grafeneck.
Eugen Laible war das sechste Kind des Küfermeisters Wilhelm Laible und seiner Ehefrau Luise Marie.
Als Sechzehnjähriger begann er eine Ausbildung als Chemiegraf bei J. F. Schreiber Verlag und schloss diese auch erfolgreich ab. Chemiegrafen befassen sich mit der Herstellung von Druckplatten. Der J. F. Schreiber Verlag war zu dieser Zeit erfolgreich vor allem durch farbig illustrierte Kinder- und Naturbücher, Bilder- und Bastelbogen. Diese Produkte hatten bald den Ruf „pädagogisch besonders wertvoll“ zu sein, da sie naturkundliche und technische Informationen kindgerecht darstellten, kamen aber zudem durch ihre überdurchschnittlich sorgfältige, oft liebevolle Gestaltung auch bei den Kindern selbst gut an.

Wie von der Familie überliefert, hatte Eugen Laible 1924 einem Fahrradunfall, bei dem er eine schwere Kopfverletzung erlitt, mit unheilbaren Folgen.
Vom 18. Juli bis zum 15. November 1924 war er zur Behandlung in der Universitätsnervenklinik Tübingen. Eine erneute Aufnahme erfolgte am 29. Juli 1925 in Winnental.
Im gleichen Jahr starb seine Mutter. Als sein Vater 1938 starb, wurde Eugen Laible unter Amtsvormundschaft gestellt.
Am 3. Juni 1940 wurde er mit einem Sammeltransport von insgesamt 78 Männern nach Grafeneck verfrachtet und am selben Tag ermordet. Die gefälschte Todesnachricht wurde auf 23.6. 1940 datiert. Die Beisetzung der Urne auf dem Ebershaldenfriedhof fand am 27. Juli 1940 statt.

Quellen:
DENK-ZEICHEN e.V.
Esslingen am Neckar im System von Zwangssterilisation und "Euthanasie" während des Nationalsozialismus, Gudrun Silberzahn-Jandt
Das Schloss an der Grenze, M. Kalusche
Gedenkstätte Grafeneck, homepage
Wikipedia: J. F. Schreiber Verlag

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