Biografie von Berthold, Martha und Martin Oppenheimer
Heutige Adresse: Neckarstraße 85
Berthold Oppenheimer
Berthold Oppenheimer, geb. um 1895, war ein Sohn von Rosalie Oppenheimer, geb. Löwenthal (siehe Obertorstraße 45) und ihrem Mann Moritz Oppenheimer (1867–1927). Er wuchs in Esslingen auf. Berthold Oppenheimer führte nach dem Tod seines Vaters die Viehhandlung der Familie weiter. 1929 heiratete er Martha Rotschild aus Randegg. Aus der Ehe ging der 1930 geborene Sohn Martin hervor. Berthold Oppenheimer war der letzte Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Esslingen. Er wurde 1938 für einen Monat im KZ Dachau inhaftiert und musste danach Zwangsarbeit leisten.
Im November 1941 wurde er mit Frau und Kind aus seiner Wohnung abgeholt und von Stuttgart aus nach Riga deportiert, wo er vermutlich im März 1942 ermordet wurde.
Martha Oppenheimer
Martha Oppenheimer, geb. um 1911, war eine Tochter des Ehepaares Jakob und Adele Rotschild aus Randegg. Sie heiratete 1929 den Esslinger Viehhändler Berthold Oppenheimer, mit dem sie den Sohn Martin bekam.
Im November 1941 wurde sie mit Mann und Kind aus ihrer Wohnung abgeholt und von Stuttgart aus nach Riga deportiert, wo sie mit ihrer Familie ermordet wurde.
Martin Oppenheimer
Martin Oppenheimer (geb. 1930) war der Sohn von Martha und Berthold Oppenheimer. Er wuchs in Esslingen auf, besuchte zunächst die Volksschule und dann den Unterricht im israelitischen Waisenhaus.
1941 wurde er zusammen mit seinen Eltern nach Riga deportiert, wo er mit ihnen ermordet wurde.
Quellen:
J. Hahn: Jüdisches Leben in Esslingen
DENK-ZEICHEN e.V., Esslingen"
Medien
Fotos
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