Biografie von Rosalie Bertha Grauf
Rosalie Bertha Grauf wurde l am 14.12. 1891 als älteste von drei Kindern des Hermann Zimmermann und der Bertha Grauf in Backnang geboren. Bis zu ihrem fünften Lebensjahr zog sie mit ihren Eltern mehrfach innerhalb der Stadt um bis sie dann als Fünfjährige mit ihrer Familie zuerst nach Stuttgart, später nach Ludwigshafen zog. In der Tradition der Familie - ihr Vater war gelernter Zuschneider, ein damals geachteter Beruf in der Leder verarbeitenden Industrie - lernte sie den Beruf der Stepperin und war als solche beschäftigt in der Leder verarbeitenden Industrie. Ab 1922 lebte sie wieder zwei Jahre in Backnang, zuletzt in der Gerberstraße 73 bevor sie für unbestimmte Zeit nach Frankfurt zog. Laut Krankenakte wurde sie auf "Ansuchen der Angehörigen" am 1.5.1930 in die Staatliche Heilanstalt Schussenried (im barocken Klostergebäude) eingewiesen.
Rosalie Grauff wurde am 7.6. 1940 als eine der 74 Personen des ersten Transports mit den berüchtigten grauen Bussen nach Grafeneck verschleppt und dort am selben Tag ermordet.
Bernd Hecktor
Quellen:
Bernhard Trefz:" Ungeheilt in eine andere Anstalt verlegt..."Das tragische Schicksal der Backnanger "Euthanasie"-Opfer, in:Backnanger Jahrbuch Band 19: 2011,S. 157f
Staatsarchiv Ludwigsburg: StAL F 235III_BüGrauf
http://www.dsk-nsdoku-oberschwaben.de/fileadmin/benutzerdaten/dsk-nsdoku-oberschwaben-de/pdf/ulm/I111431-BC-Ulm__
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