Biography of Else and Heinrich Ehrlich
Else Marcus heiratete 1905 in Hannover Elia Hersch Ehrlich, auch Heinrich genannt. Er war Inhaber des Waren- und Möbelkaufhauses "E.H. Ehrlich", Große Straße 8. Sein Sohn Harry Ehrlich, geb. 1906 in Osnabrück, arbeitete nach der Lehre bei der Firma "M. Conitzer u. Söhne", Große Straße, dann in Hildesheim, Bremen und Frankfurt/Main (Abmeldung 1927 nach Bremen). Er emigrierte 1938 in die USA. Sein anderer Sohn Norbert, geb. 1913 in Osnabrück, brach 1933 sein in Frankfurt/Main und Bonn begonnenes Jura- Studium ab, um sich auf einer "Hachschara" in Altkarbe auf die Auswanderung nach Palästina vorzubereiten, welche 1934 erfolgte. Seine Schwester Irma, geb. 1908 in Osnabrück, folgte ihm ein Jahr später. Elia Hersch besaß die polnische Staatsangehörigkeit. Im Zuge der später als "Polen-Aktion" bezeichneten Zwangsausweisung von etwa 18000 Juden aus Deutschland in Richtung Polen wurde er zusammen mit seiner Frau Else im Oktober 1938 nach Lemberg/Polen ausgewiesen. Nach seiner Deportation wurde er für tot erklärt. Seine Frau kam 1939 mit einer offiziellen Erlaubnis noch mal nach Osnabrück, "um verschiedene persönliche und behördliche Erledigungen durchzuführen". Die Abmeldung erfolgte nach Lemberg, wo sie laut des Datenblattes der Datenbank Yad Vashem am 25. März 1942 zu Tode kam.
In Lemberg wurde im November 1941 der "Jüdische Wohnbezirk" (auch "Ghetto Lemberg") eingerichtet. Von dort aus erfolgten ab März bis August 1942 die Deportationen ins 50 Kilometer entfernte Vernichtungslager Belzec.
Quellen: Junk, Peter/ Sellmeyer, Martina: Stationen auf dem Weg nach Auschwitz. Bramsche: Rasch Verlag 2000³; Yad Vashem - The Central Database of Shoah Victims' Names.
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