Biografie von ehem. SYNAGOGE
Die Synagoge in Bollendorf
Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts siedelten verstärkt Juden in der Gemarkung Bollendorf. Die Gemeinde wuchs stetig und stellte vor dem Ersten Weltkrieg mit 110 Mitgliedern etwa 9 % der damaligen Bevölkerung. Der Zuwachs führte zum Bau einer im Jahre 1889 eingeweihten Synagoge in der Kirchstraße, die etwa 100 Gläubige beherbergen konnte. Zu besonderen Anlässen kam ein Rabbiner aus Trier oder Luxemburg, um den Gottesdienst zu begleiten. Die regelmäßigen Dienste wurden von Mitgliedern der Bollendorfer Gemeinde selbst geleitet. Das jüdische Gotteshaus wurde im Zuge der verheerenden Zerstörungen in der sogenannten „Reichspogromnacht“ in Trümmer gelegt und in Brand gesetzt. Auf den noch existenten Außenmauern der Ruine wurde 1958 ein Wohnhaus gebaut.
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