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Wohnhaus Familie Höchster (genannt Blüms)

Biografie von Hermann Höchster, Bertha Höchster geb. Wertheim und 5 weitere

(German and english text)
Die beiden ältesten Kinder der sechsköpfigen Familie Höchster konnten auswandern und überlebten. Hermann Höchster, seine Frau und die jüngeren Kinder wurden deportiert und ermordet.

Herz (Hermann) Höchster
wurde am 3. September 1881 als Sohn von Isaac und Settchen geborne Stern in Roth geboren.
Er heiratete in erster Ehe Mathilde Höxter, die Tochter von Herz Höxter und seiner Frau Thekla geborene Bär aus Roth, mit der er den Sohn Irwin Isaak (genannt Erwin) bekam. Mathilde starb jedoch bereits 1916. In zweiter Ehe heiratete er 1919 die aus Hatzbach stammende Bertha Wertheim.
Hermann Höchster ernährte seine Familie vom Handel mit Stoffen und Kurzwaren. Er besaß in seinem Haus einen Verkaufsraum, betrieb jedoch auch ein Wandergewerbe. Mit seinem vor einen Wagen gespannten Bernhardiner suchte er seine Kunden in anderen Dörfern auf und war weithin bekannt.
Als sangesbegeisterter Mann engagierte er sich im 1893 gegründeten Gesangverein „Liederkranz“ Roth, der ihn sogar zum Ehrenmitglied machte.
Seit 1926 führte er als Gemeindeältester die Geschicke der Jüdischen Gemeinde Roth bis zu seiner Deportation 1941. Hermann Höchster wird als ein freundlicher, großzügiger und hilfsbereiter, in religiöser Hinsicht jedoch auch strenger Mann beschrieben, der auf die Einhaltung der Gebote achtete. Er musste die Zerstörung der Synagoge erleben und im Februar 1939 auch deren zwangsweisen Verkauf abwickeln. Er rettete aber eine kleine Thorarolle, und fortan fanden Sabbatgottesdienste in dem Wohnzimmer der Höchsters statt. Nach der Pogromnacht wurde er festgenommen und für einige Zeit im KZ Buchenwald inhaftiert. Zurückgekehrt, sprach er mit der Familie über dieses traumatische Erlebnis nicht.

Bertha Höchster
Wurde am 7. November 1889 als Tochter von Aron Wertheim und seiner Frau Rosalie geboren. Mit Hermann hatte Bertha die Kinder Thea Trude, Betti Ilse und Manfred Helmut. Mit ihrem Mann und ihrem Sohn Helmut wurde sie am 8. Dez. 1941 nach Riga deportiert, am 2. Nov. 1943 nach Auschwitz verschleppt und noch im November ermordet.

Manfred Helmut Höchster
wurde als jüngstes Kind von Hermann und Bertha am 15. Dez. 1927 geboren. Er besuchte zunächst die Volksschule in Roth. Als diese um 1937 jüdischen Kindern ihre Pforten verschloss, hatte er gerade die Hälfte seiner Schulzeit absolviert. So zog er Mitte Mai 1939 in die Israelitische Waisenanstalt Frankfurt am Main, an die Adresse Röderbergweg 87. Welche Schule er besuchte, ist nicht bekannt.
Die Ferien verbrachte er in Roth in seinem Elternhaus. Im Dezember 1940 reisten seine Eltern zur Feier seiner Bar Mitzwah nach Frankfurt. Knapp ein Jahr später, am 8. Dez. 1941, wurde er zusammen mit seinen Eltern in das Ghetto Riga deportiert und am 2. November 1943 nach Auschwitz, wo er noch im selben Monat ermordet wurde.

Betti Ilse Höchster
wurde am 15. Oktober 1922 als zweites Kind aus der Ehe mit Bertha geboren. Auch sie besuchte die Volksschule in Roth. Im September 1940 meldete sie sich von Roth nach Frankfurt an die Adresse Röderbergweg 87, also die Israelitische Waisenanstalt Frankfurt am Main, ab, vermutlich um dort zu arbeiten. Im Februar 1941 wurde sie mit 120 Personen festgenommen, nach Berlin transportiert und gezwungen, bei Siemens in der Munitionsproduktion zu arbeiten.
Im September 1941 kam sie noch einmal für einige Tage zu Besuch nach Roth. Damals dürfte sie ihre Eltern zum letzten Mal gesehen haben.
Eine letzte Korrespondenz zwischen ihrem Bruder Erwin und ihr ist aus dem Anfang des Jahres 1943 erhalten. Die Rot-Kreuz-Karte wurde an die Adresse Siemenslager, Kommandantenstr. 58-59, gerichtet. Erwin gratulierte ihr zu ihrem 20. Geburtstag, sie antwortete, dass es ihr gut gehe, und auf seine Frage nach den Eltern, dass ihr Vater Arbeit habe. Es ist allerdings kaum vorstellbar, dass sie noch Kontakt zu ihren bereits 1941 deportierten Eltern hatte. Ilse Höchster wurde am 1. März 1943 nach Auschwitz deportiert, wo sich ihre Spur verliert.

Thea Trude Höchster
wurde am 15. Februar 1920 als älteste Tochter von Hermann und Bertha geboren. Sie besuchte die Volksschule in Roth. 1937 wollte sie ihre Schwägerin Henni nach Südafrika begleiten, doch verweigerten ihr die Behörden die Einreise. Im selben Jahr verzog sie nach Frankfurt, wo sie eine Ausbildung als Näherin begann. Sie wohnte in der Bockenheimer Anlage 2.
Am 12. Juni 1939 wanderte sie nach London aus; sie war die letzte Rother Jüdin, der die Flucht gelang. Die Familie Höchster hatte eine Verwandte in der britischen Hauptstadt, die Trude eine Arbeitsstelle als Kindermädchen in der jüdischen Familie Goldschmidt besorgte.
Trude litt unter großem Heimweh und Sorge um ihre Familie, und in ihrer Verzweiflung schrieb sie dem englischen Königshaus von deren Nöten im nationalsozialistischen Deutschland. Kurz nach dem völlig unerwarteten Eintreffen der Einreisegenehmigung reagierte England auf den Überfall Deutschlands auf Polen mit der Kriegserklärung, wodurch die Familienzusammenführung wie eine Seifenblase zerplatzte.
In der Pension ihrer Verwandten lernte sie Erwin Würzburger aus Höchst bei Frankfurt kennen, den sie 1940 heiratete. Sie bekamen ihren ersten Sohn Stephen 1945 in London. 1946 emigrierten sie in die USA und siedelten sich in Gary (Indiana) an. Dort wurde 1949 der zweite Sohn Michael geboren.
Die Familie nahm den Namen Wetmore an. Trude kümmerte sich um den Haushalt und die Erziehung der Söhne, gleichzeitig arbeitete sie, um zum Familieneinkommen beizutragen. Ihren jüdischen Glauben zu leben, war von großer Bedeutung für sie. Sie führte einen koscheren Haushalt, besuchte die Sabbat- und Festgottesdienste und engagierte sich sehr in der Gemeinde. Ihre jüdisch-hessischen, im dörflichen Leben wurzelnden Gebräuche pflegte sie zeitlebens. Sie sprach weiter Deutsch, bewahrte sich die Liebe zur Natur und bestellte einen Gemüsegarten.
1920 geboren, gab sie ihre Erinnerungen an schöne Jugendjahre in Roth vor dem Nationalsozialismus an ihre Nachkommen, darunter vier Enkelkinder, weiter.
Trude Wetmore starb am 7. September 1999 in St. Louis.

Irwin Isaak Höchster
(genannt Erwin) wurde am 6. September 1910 geboren und entstammte der ersten Ehe seines Vaters mit Mathilde geborene Höxter. Mathilde erkrankte an Tuberkulose, und Erwin erinnerte sich, dass er sich ihrem Bett nicht nähern durfte. Als er sechs Jahre alt war, starb seine Mutter. Er besuchte die Volksschule Roth und machte anschließend eine dreijährige Ausbildung zum Textilkaufmann in Frankfurt bei der Firma Aumann und Rapp. Anschließend betrieb auch er in Roth einen Textilhandel. Erwin war besonders in die Dorfjugend integriert, denn er war Mitglied einer Theatergruppe und betätigte sich als Schauspieler und Regisseur. Außerdem kickte er nicht nur im Sport Klub Roth 1931, sondern unterstütze diesen auch finanziell. Besonders liebte er sein Motorrad, das Bewunderung hervorrief; die größeren jüdischen Kinder des Dorfes ließen sich darauf ablichten. Politisch engagierte er sich für die Sozialdemokratie und trat öffentlich gegen den Nationalsozialismus auf. Er verliebte sich in Henriette genannt Henni, die am 8. Oktober 1912 geborene Tochter von Moses Moritz Walldorf und seiner Frau Dina Thekla aus Ebsdorf, und ehelichte sie 1936. Hals über Kopf musste er jedoch fliehen, denn seine politischen Aktivitäten, gepaart mit seiner jüdischen Herkunft machten das Leben in Deutschland zunehmend gefährlich für ihn. So folgte er am 9. September 1936 seinem Schwager Max Walldorf nach Johannesburg in Südafrika. Er war der erste Rother Jude, dem die Auswanderung gelang. Seine Frau Henni brachte wenig später in Marburg in der Haspelstraße Nr. 17, wo sie mit ihren Eltern zwangseinquartiert worden war, die Tochter Marion auf die Welt. Henni und Marion konnten im April 1937 dem Ehemann und Vater nach Johannesburg folgen. Mit seinem Schwager betrieb Erwin zunächst eine Reparaturwerkstatt für Nähmaschinen, für kurze Zeit diente er auch in der Armee. Später wurde er ein erfolgreicher Handelsvertreter. Aufgrund seiner politischen Haltung, seiner demokratischen Prinzipien und Moralvorstellungen stand er dem südafrikanischen Apartheidsregime zeitlebens äußerst kritisch gegenüber und ermunterte seine einzige Tochter, mit ihrer Familie in die USA auszuwandern. Erwin Höchster starb am 31. Juni 1985 knapp 75-jährig in Johannesburg.

Marion Höchster
Marion Höchster wurde am 20. Dezember 1936 als letztes Kind eines Rother Juden in Marburg geboren. Erst wenige Monate alt, konnte sie im April 1937 mit ihrer Mutter der Verfolgung durch die Nazis nach Südafrika entkommen. Als einziges Kind ihrer Eltern wuchs sie geliebt und behütet, aber gleichzeitig im Schatten des Verlustes fast aller ihrer Anverwandten von beiden Familien durch den Holocaust auf. 1959 heiratete sie den Diamantengroßhändler Norman Solovei, der 1926 in Riga geboren wurde und 1934 mit seiner Familie nach Südafrika ausgewandert war. Noch in Südafrika wurde 1962 ihr Sohn Howard und 1963 ihre Tochter Robyn geboren. 1964 ergriffen Marion und Norman die Chance, in die USA auszuwandern. Erwin Höchster ermutigte seine Tochter zur Emigration, war ihm doch wichtig, dass seine Enkelkinder in einer freiheitlichen Demokratie aufwuchsen. In den USA studierte Marion Solovei Psychologie und erhielt 1976 die Zulassung als Ehe-, Familien- und Kindertherapeutin. Mit Hilfe eines Teilzeitprogramms an der United States International University promovierte sie 1987 in Psychologie und erhielt 1989 ihre Approbation. Über 35 Jahre arbeitete sie als klinische Direktorin einer gemeinnützigen Organisation, danach eröffnete sie eine eigene Praxis. Über 50 Jahre war sie mit Norman verheiratet, der 2011 plötzlich verstarb. Sie hat drei Enkelkinder. Marion verstarb am 3. August 2021.

The Hoechster family
known as the “Bluems”
Address: 22 Lahntal Street / formerly: House #8

The two oldest children of this family of six were able to emigrate and survived. Hermann Hoechster, his wife, and the two younger children were deported and murdered.

Herz “Hermann” Hoechster
September 3, 1881 in Roth —probably November 1943 in Auschwitz

was the son of Isaac and Settchen Hoechster. His son Irwin Isaak “Erwin” was born to his first wife, Mathilde Hoexter from Roth, daughter of Herz Hoexter and Thekla Baer. Mathilde died in 1916. In 1919 Hermann Hoechster married Bertha Wertheim from Hatzbach.
Hermann earned his living selling fabric and notions in a sales room in his house and as a peddler. He traveled to the surrounding villages with a wagon pulled by a Great Bernard, making him well-known in the area.
Fond of singing, he took part in the men’s choral club Liederkranz founded in 1891. Later he was even made an honorary member.
As the community elder, he was responsible for the affairs of the Jewish Community in Roth from 1926 until his deportation in 1941. Hermann Hoechster is described as having been a friendly, generous, and helpful man, if also as having been particularly strict in religious matters.
As the community elder he had to witness the destruction of the synagogue and to organize the details of the forced sale of the property in February 1939. He was able to save a small Torah scroll, however, and Sabbath services were consequently held in his living room. He was arrested following the Night of Broken Glass and held for a time at the concentration camp in Buchenwald. After returning he never spoke with his family about this traumatic experience.

Bertha Hoechster, neé Wertheim
November 7, 1889 in Hatzbach – probably November 1943 in Auschwitz

was the daughter of Aron and Rosalie Wertheim. She and Herman had three children, Thea Trude, Betti Ilse, and Manfred Helmut. Together with her husband and son she was deported to Riga on December 8th, 1941. They were transported from there to Auschwitz on November 2nd, 1943, and murdered that same month.

Manfred Helmut Hoechster
December 15, 1927 in Roth —probably November 1943 in Auschwitz

was the youngest child of Hermann and Bertha. When the school in Roth closed its doors to Jewish children in 1937, he had only finished half of his schooling.
He moved to the Jewish Orphanage (Israelitische Waisenanstalt) Roederbergweg 87, Frankfurt am Main, in May 1939. What school he attended there is unknown.
He spent his vacations with his parents in Roth, and his parents traveled to Frankfurt for his bar mitzvah in December 1940. A year later, on December 8th, 1941, he and his parents were deported to the ghetto in Riga, then to Auschwitz on November 2nd, 1943. He was murdered that same month.

Betti Ilse Hoechster
October 15, 1922 in Roth —last recorded March 1, 1943 in Auschwitz

was the second daughter of Bertha and Hermann Hoechster. She also attended the school in Roth. In September 1940 she moved to Roederbergweg 87, Frankfurt, the address of the Jewish Orphanage, probably to work. In February 1941 she and 120 others were taken to Berlin and forced to work in munitions production at Siemens.
She went back to Roth for a few days in September 1941, which was probably the last time she saw her parents.
A final correspondence between her and her brother Erwin has been preserved from the beginning of 1943.
The Red Cross letter was sent to the Siemens Camp, Kommandanten Street 58-59. Her brother wishes her a happy twentieth birthday and asks about their parents. She answers that she is doing well and that their father has work. It is very unlikely, however, that she still had any contract with her parents, who were deported in 1941. Ilse Hoechster was herself depoted to Auschwitz on March 1st, 1943, when we lose all trace of her.

Thea Trude Hoechster
February 15, 1920 in Roth —September 7, 1999 in St. Louis

was Hermann and Bertha’s oldest daughter. She attended the school in Roth. In 1937 she wanted to accompany her sister-in-law Henni to South Africa, but she was not permitted to enter the country. That same year she moved to Frankfurt, where she began her apprenticeship as a seamstress. She lived at Bockenheimer Anlage 2.
On June 12th, 1939, she emigrated to London. She was the last of the Jews from Roth who was able to escape. The Hoechster family had a relative in the British capital who organized a place for her as a nanny in the Jewish Goldschmidt family.

Trude was very homesick and greatly concerned for her family. In her despair she wrote to the British monarch about their troubles in Nazi Germany.
Fully unexpectedly, the family received entry clearance, which would have allowed them to immigrate to England, but
this shimmer of hope arrived too late. England declared war on Germany, destroying all possibility of bringing the family together.
Trude met Erwin Wuerzburger from Hoechst near Frankfurt in her relatives’ boarding house. They married in 1940, and their first son Stephen was born in 1945 in London. They emigrated to the US in 1946, and settled in Gary, Indiana. Their second son Michael was born there.
The family took on the name Wetmore. Trude took care of the household and raising their children, while also working outside the home to add to the family’s income. Living out the Jewish faith meant a lot to her. She ran a kosher household, attended Sabbath and Holiday services, and was active in the Jewish community. Throughout her life she observed the Jewish-Hessian traditions that she had grown up with in the village. She continued to speak German, maintained her love for nature, and kept a vegetable garden.
Born in 1920, she told her descendents, including four grandchildren, about the happy experiences of her youth in Roth before the Nazis came to power. She died on September 7th, 1999, in St. Louis.

Irwin Isaak “Erwin” Hoechster
September 6, 1910 in Roth —June 31, 1985 in Johannesburg
was Hermann’s first son and the only child that he had with his first wife, Mathilde Hoexter. Mathilde became ill with tuberculosis, and Erwin remembered not being allowed to go near his mother’s sick bed. He was six when his mother died.
He attended the school in Roth and then completed a three-year apprenticeship as a draper with Aumann and Rapp in Frankfurt. He then took up his trade in Roth.
Erwin was well-integrated with his peers in the village, acting and directing in the local theater group. He not only played soccer in the Sport Klub Roth, he also supported the club financially. He was very fond of his motorcycle, which impressed everyone. The older Jewish children in the village got their pictures taken on it. Since the motorcycle helped him get around faster, he was able to reach customers who lived further away. He was politically active, supporting the social democrats and publicly speaking out against the Nazis.
He fell in love with Henriette (Henni) Walldorf (October 8, 1912), daughter of Moses Moritz Walldorf and Dina Thekla from Ebsdorf. They married in 1936. Soon after, he had to flee the country because his political activities and Jewish heritage made life in Germany too dangerous for him. He followed his brother-in-law, Max Walldorf, to Johannesburg in South Africa on September 9, 1936. He was the first Jew from Roth who managed to flee. Shortly thereafter, his wife bore their first child, Marion, in the house where she and her parents were being held, Haspel Street 17 in Marburg.
Henni and Marion were able to join Erwin in April 1937. Erwin and his brother-in-law ran a repair shop for sewing machines and Erwin also served in the army for a short time. Later he became a successful sales representative. He was very critical of the South African apartheid regime, clinging to his political ideals and democratic and moral principles. He even encouraged his only daughter, Marion, to emigrate to the US with her family. Erwin Hoechster died shortly before his 75th birthday on June 31st, 1985, in Johannesburg.

Marion Solovei, neé Hoechster
December 20, 1936 in Marburg

was the last child born to Jews from Roth in Germany. When she was only a few months old, in April 1937, she and her mother fled the Nazi regime, emigrating to South Africa. As her parents' only child, she grew up loved and sheltered, but at the same time in the shadow of the Holocaust and the deaths of nearly all of her relatives.
She married the diamond trader Norman Solovei in 1959. He had been born in Riga in 1926 and moved with his family to South Africa in 1934. While living in South Africa, Marion gave birth to her son Howard in 1962 and her daughter Robyn in 1963.
Marion and Norman emigrated to the US in 1964. Her father Erwin had encouraged them to emigrate because it was important to him that his grandchildren have the chance to grow up in a free democracy.
In the US, Marion Solovei studied psychology and became licensed as a marriage, family, and child therapist in 1976. The part-time program of the United States International University enabled her to get her doctorate in psychology in 1987, and she received her license in 1989. She worked as the clinical director of a non-profit organization for over 35 years before opening her own practice. She was married to Norman for over 50 years when he died suddenly in 2011. She has three grandchildren.
Marion died on August 3rd, 2021.

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